Ernährung ist eines der meist diskutierten Themen in der Geschichte der Menschheit. Was man seinem Körper zuführt, ist extrem relevant für Gesundheit und generellen Geisteszustand.

Zu allen verschiedenen Ernährungstypen gibt es natürlich auch verschiedenste Vorurteile. Doch nicht nur dem eigenen Körper oder der eigenen Gesundheit zuliebe wählt man einen alternativen Ernährungstyp.

Es gibt auch immer häufiger klimatechnische oder tierethische Bedenken gegenüber alltäglicher, fleischlastiger Ernährung. Zwischen welchen Typen wird also unterschieden, und welche Auswirkungen haben diese auf den eigenen Körper? Nachfolgend zeigen wir euch einige Ernährungsweisen auf und erklären, was diese bedeuten.

AllesesserIn (oder Omnivor):

Diese Kategorie werden wir nur kurz anschneiden, da diese wohl am einfachsten erklärt ist. AllesesserInnen essen, wie der Name schon sagt, alles. Sie schränken sich, bis auf persönliche Präferenzen und Geschmäcker, keineswegs ein und konsumieren tierische wie auch pflanzliche Produkte in einer Form des Mischkonsums.

VegetarierIn:

Der Vegetarismus ist wahrscheinlich der Klassiker unter all den verschiedenen Ernährungstypen. Die älteste Alternative zu den klassischen AllesesserInnen oder Omnivoren hat ihren Ursprung bereits in der Antike.

Zunächst entstand unabhängig voneinander im griechischen Kulturkreis und im indischen Raum eine fleischlose Ernährungsform. In jüngsten Untersuchungen konnte man jedoch keine konsequente Form des Vegetarismus feststellen.

Eines der Untersuchungsergebnisse war jedoch, dass bereits im alten Ägypten eine fleischarme Diät bestand – obwohl man genug Vieh und Fisch zur Verfügung gehabt hätte, ernährte man sich überwiegend von Gemüse und Getreide.

Der Vegetarismus bedeutet, dass man nur pflanzliche Produkte und Produkte von lebenden Tieren konsumiert. Eier, Käse und co. sind also vollkommen okay. Studien haben gezeigt, dass VegetarierInnen eine geringere Mortalität als die normale Bevölkerung haben.

PescetarierIn:

Im Pescetarismus geht es, wie der Name bereits verrät, um eine Abwandlung des Vegetarismus. So essen PescetarierInnen zwar kein Fleisch, jedoch Fisch (von „piscis“ = lateinisch für „Fisch“). In erster Linie geht es PescetarierInnen um eine gesunde Ernährung, die er mit Fischprodukten versucht abzurunden.

Die englische „Vegetarian Society“, die erste Vereinigung von VegetarierInnen für VegetarierInnen, gegründet 1847, legt aber deutlich fest, dass das Essen von Fischprodukten nicht mit einer vegetarischen Ernährung und mit der vegetarischen Grundethik vereinbar ist.

PescetarierInnen essen also grundsätzlich Fisch, einige auch andere Meeresfrüchte wie Krebs und Weichtiere, wobei sich hier die Meinungen aber ebenso spalten. Die Vorteile einer pescetarischen Ernährungsform sind, dass der zusätzliche Konsum von Fisch wertvolle Eiweiße, Omega-3-Fettsäuren und Aminosäuren liefert, welche leichter zu verarbeiten sind als ihre pflanzlichen Gegenspieler.

Nachteile bestehen aber in der bestehenden Überfischung viele Arten und darin, dass Speisefische oft mit Umweltgiften belastet sind, welche sich ergo wieder auf die Gesundheit des Menschen auswirken.

FlexitarierIn:

Flexitarismus beschreibt eine Ernährungskultur, welche zwar Fleisch miteinbezieht, jedoch den Fleischkonsum nicht in den Mittelpunkt stellt. So versuchen FlexitarierInnen auf Fleisch zu verzichten, nehmen es aber nicht so streng, sollten sie einmal Lust auf Fleisch haben. Sie achten aber sehr auf eine artgerechte Tierhaltung und auf die Qualität des Fleisches. Hierbei hat die Motivation meistens eine gesundheitliche Komponente.

Der Anteil an FlexitarierInnen ist älteren Haushalten höher als in jüngeren. Auch eine tierethische Komponente spielt hier eine Rolle. So treten FlexitarierInnen meist für artgerechte Tierhaltung ein und wollen eine Gegenbewegung zum billigen Fleischkonsum sein. Laut Studien leben FlexitarierInnen grundsätzlich gesünder.

Insgesamt isst diese Personengruppe weniger Fleisch, was dazu führt, dass ein bewussterer, gesünderer Lebensstil erreicht wird. Verschiedene SchulmedizinerInnen behaupten, dass eine flexitarische Lebensweise genau „das Richtige“ wäre, da kein Mangel an bestimmten Stoffen droht. Außerdem besteht ein geringeres Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes.

VeganerIn:

Derzeit ist der Veganismus wahrscheinlich, neben dem Vegetarismus, die am weitesten bekannte alternative Ernährungsform. Dieser Ernährungstyp ist sowohl umstritten wie auch heiß geliebt. Kaum ein Thema lässt Freunde so schnell zu Fremden werden und Fremde zu den besten Freunden.

Vegan zu leben bedeutet nicht nur, absolut keine Produkte aus tierischer Erzeugung zu essen, es ist vielmehr eine Lebenseinstellung sowie eine Aufgabe. VeganerInnen werden fast täglich mit Vorurteilen und allen möglichen Meinungen konfrontiert.

Es ist inzwischen hinlänglich bekannt, dass eine vegane Ernährung mit der nötigen Umsicht und Basiswissen in Ernährungsfragen durchaus ohne Mängel möglich ist. So raten aber viele Ärzte immer noch in einigen Lebensphasen wie beispielsweise der Schwangerschaft, Stillzeit und während des Wachstums von einer veganen Ernährungsweise ab.

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FrutarierIn:

Der Frutanismus, oder auch Fruganismus genannt, ist eine sozusagen „radikale“ Randgruppe des Veganismus. Diese Ernährungsweise besteht nämlich nur aus Früchten. Dabei ist es wichtig, dass die Pflanze nicht geschädigt wird im Zuge der Ernte.

So essen viele Vertreter dieser Ernährungsweise nur Früchte oder Nüsse die bereits vom Baum gefallen sind. Die verschiedenen Regeln dieses sehr speziellen Typs sind aber durchaus umstritten. Manche FruganerInnen nehmen zum Beispiel Honig zu sich, wieder andere schließen jenen komplett aus. Es gibt also keine genauen Spielregeln.

Ernährungswissenschaftler sind allerdings der Ansicht, dass jemand, der oder die sich nur von Früchten ernährt, es in Kauf nimmt, Mangelerscheinungen zu bekommen. So fehlt es meistens unter anderem an Proteinen, Vitaminen, Calcium, Zink, Eisen und Iod. Deshalb sind sich Ärzte und Ernährungswissenschaftler einig, dass dieser Ernährungstyp mit Vorsicht zu genießen ist.

Abschließend sei gesagt, dass, egal welche alternative Ernährungweise man wählt bzw. gerne ausprobieren möchte, es ratsam ist vorher mit einem Arzt darüber zu sprechen. Regelmäßige Blutkontrollen geben Aufschluss darüber, ob der Körper alles hat, was er braucht, oder ob ihm etwas fehlt.

Wir als Erzeuger von Bio-Lebensmitteln finden die Diskussion über verschiedene Ernährungstypen sehr wichtig, auch und ganz besonders im Hinblick auf den Klimawandel. Schon kleine Änderungen im Konsumverhalten können große Auswirkungen haben, wenn sich nur genug Menschen zusammentun.