Vollkorn. Ein Getreide der besonderen Art, unglaublich gesund und nährstoffreich. Doch was ist Vollkorn eigentlich?

Als Vollkorn bezeichnet man Getreide, dem nach der Ernte nur die Grannen und Spelzen entfernt werden. Das hat zur Folge, dass Ballaststoffe, Vitamine, Öle und Mineralstoffe ideal erhalten bleiben. Somit haben Vollkornprodukte viele entscheidende Vorteile für Körper und Gesundheit: Sie länger satt halten, helfen dabei, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten und unterstützen die Verdauung. Falls bei euch also schon beim Frühstück ein Vollkornprodukt auf den Tisch kommt: Alles richtig gemacht!

Die Geschichte des Vollkorns ist eine sehr bewegte. Heutzutage ist es nicht mehr nur ein Getreide, das in viele verschiedene Produkte verwandelt wird, sondern viel mehr als das. Es ist auch eine Lebenseinstellung, ein Bekenntnis zu einem gesünderen Lebensstil. Doch Vollkorn wurde lange Zeit nicht als das gesehen, was es eigentlich ist.

Die Geschichte des vollen Korns

Bevor man damals die technischen Möglichkeiten hatte, um Keimling und Randschichten auszusieben, enthielt das Mehl klarerweise alle Bestandteile des Korns. So war in den Anfangszeiten von Mehl und Brot jedes Mehl ein Vollkornmehl. Zunächst wurde das Getreide von Jägern und Sammlern roh gegessen, hin und wieder röstete man es am Feuer. Allzu gut dürfte das nicht geschmeckt haben. 😉

Aus Mehl werde Brot

Nachdem die neolithische Revolution eingeleitet worden war und die Menschen sesshaft geworden waren, gelang es durch gezielten Ackerbau und Anbau von Pflanzen, dass das Getreide zu Brei oder Fladenbrot verarbeitet wurde. Auch in der Antike wurde Getreide bereits ausgesiebt. Diese Verfahren half dabei, den Keimling- und Randschichtenbestand zu verringern. Damit erreichte man einen Reinheitsgrad, der heute dem des Ruchmehls entsprechen würde. Meist wurde aber das Getreide ungesiebt verkauft und zu Brot gemacht. So erzählte der antike Arzt Galenos bereits von der reinigenden und abführenden Wirkung dieses Brotes, auch wenn er davon ausging, dass es weniger nährstoffhaltig ist als sein gesiebter Gegenspieler.

Die Anfänge als „Arme-Leute-Speise“

Bereits früh wurde Schwarzbrot beziehungsweise Vollkornbrot als rückständig und ärmlich angesehen. Denn es war einfacher zu herstellen als Brot aus weißem Mehl. So gab es Vollkornbrot eher für die ärmere Unterschicht. Sogar in Krankenhäusern konnte man diese Unterscheidung deutlich sehen – reiche Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte bekamen Weißbrot, während der Rest sich mit Schwarzbrot „begnügen“ musste.

Vollkorn-Wende im 19. Jahrhundert

Erst im 19. Jahrhundert hat sich diese Unterscheidung nach und nach wieder verflüchtigt. Mit dem ersten Aufkommen der Ernährungsforschung wurde man sich nämlich schnell einig, dass Vollkornbrot gesünder ist als Weißbrot. So vollzog sich eine Wende und das meist ungeliebte Schwarzbrot erlebte einen erheblichen Aufschwung – heute genießt man im deutschen Sprachraum verschiedenste Vollkornbrotspezialitäten.

Ein dunkles Kapitel musste das Schwarzbrot leider auch über sich ergehen lassen. So kam es, dass der Nationalsozialismus das Schwarzbrot als “reine” und “deutsche” Nahrung propagierte. Heutzutage ist Schwarzbrot vor allem in Europa bekannt. In vielen Teilen der Welt wird unsere liebste Getreidesorte aber immer noch als minderwertig angesehen.

Voller Geschmack und voll gesund

Auch wenn vielleicht noch immer viele Menschen aus geschmackstechnischen Gründen eher auf Vollkorn verzichten, gibt es heute viele Gerichte, die auf Vollkornbasis unglaublich gut schmecken. Außerdem sind sich Ärztinnen und Ärzte einig: mit einer vollkornreichen Ernährung lebt man gesünder! So ergaben Studien, dass Menschen, die über 20 Jahre darauf achteten, Vollkorn in ihre Ernährung einzubauen, eine geringere Sterblichkeitsrate aufwiesen als Menschen, die Vollkorn komplett verschmähten. Völlig abgesichert sind diese Ergebnisse aber dennoch nicht. Nicht, weil Vollkorn nicht gesund wäre, sondern weil Menschen, die Vollkorn in ihrer Ernährung berücksichtigen, generell stärker auf ihre Gesundheit achten als Menschen, die das nicht tun. Wir sind aber trotzdem überzeugt: Sich vitaler und gesünder fühlen geht auf alle Fälle mit Vollkorn.

Vollkorn zum Frühstück

Ganz besonders beim Frühstück ist es empfehlenswert, vermehrt auf Vollkornprodukte zurückzugreifen. Warum? Vollkorn ist voll mit Ballaststoffen – sie machen länger satt, sorgen für einen konstanten Blutzuckerspiegel, fördern die Verdauung und beugen etlichen Krankheiten vor. Die über Nacht geleerten Energiespeicher lassen sich deshalb mit Vollkorn ideal wieder auffüllen.

Wie geht das aber am einfachsten? Wir empfehlen natürlich, den einfachsten (und leckersten!) Weg zu mehr Vollkorn in deinem Leben zu gehen und mit Müsli oder Porridge in den Tag zu starten. Eine andere, in Österreich beliebte Möglichkeit ist der Klassiker Schwarzbrot: köstlich und unheimlich gesund.

Verival Tipp: Wer in Form von Vollkornprodukten viele Ballaststoffe zu sich nimmt, sollte allerdings nicht darauf vergessen, ausreichend zu trinken, da unsere Verdauung die Flüssigkeit braucht, um die Ballaststoffe richtig abbauen zu können.

Unsere Empfehlung für das tägliche Frühstück: unser fruchtiges Kokos-Aprikose Müsli oder das köstliche Bircher Porridge. Damit startet man definitiv gesund in den Tag. Außerdem ein großer Pluspunkt für ein nahrhaftes Frühstück: wer gut isst und sich gesund fühlt, hat automatisch bessere Laune. Einfach mal ausprobieren! Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, darf gerne bei uns stöbern. Wähle hier einfach den Filter „Vollkorn“ aus und finde ganz einfach alle Vollkorn-Produkte in unserem Onlineshop.