Bio. Allseits bekannt und in jedem Supermarkt zu sehen. Bio ist inzwischen zum Universalbegriff für gesunde und nachhaltige Nahrung geworden. Für uns als Hersteller von Bio-Frühstück ist er natürlich ganz besonders zentral. Allerdings kaufen viele Menschen Bio-Produkte und versuchen „bio“ zu leben, ohne aber wirklich zu wissen, was sich hinter dem Begriff versteckt. Damit wollen wir heute aufräumen.

Bio und sein Ursprung

Die Vorläufer der Biobewegung entwickelten sich bereits früh im 19. Jahrhundert. Dabei handelte es sich aber um Vereinigungen, die sich hauptsächlich um Bewusstsein und Ernährung kümmerten. Sie achteten dabei auf eine Vollwertkost und vor allem auf den Vegetarismus. Die damalige Naturkost bestand vor allem aus Gemüse. Dabei versuchten die AnhängerInnen Lebensmittel zu finden, die frei von jeglichen Zusatzstoffen und extra Behandlung sind. Bereits damals wurden Lebensmittel präperiert, um zum Beispiel eine längere Haltbarkeit zu ermöglichen.   Bereits in den 1920er Jahren wurden etliche Stimmen für eine biologisch-dynamische Landwirtschaft laut.

Diese Naturkost-Bewegung fand ihren höchsten Zulauf in den Jahren der Hippiezeit. Dabei entstanden in Deutschland bereits die ersten Läden, in denen man Bioprodukte kaufen konnte. In diesen Jahren entwickelten sich auch die ersten Vereine, die sich nicht nur auf wenig bearbeitete Lebensmittel konzentrieren wollten, sondern auch auf biologischen Anbau eben jener. In der Mitte der 1980er gab es bereits 2000 Betriebe in Deutschland, die Bio-Anbau betrieben. Im Jahr 2000 wurde offiziell das Bio-Siegel gegründet. Dieses wurde von der EU ins Leben gerufen und bedeutet, dass Produkte biologisch und ökologisch angebaut wurden. Umsatzmäßig ist Bio definitiv im Mainstream angekommen – der Umsatz liegt hier inzwischen bei mehr als 10 Milliarden Euro jährlich.

Warum also Bio?

Viele Menschen werden sich jetzt fragen: Warum sollte ich Bio-Produkte kaufen? Diese Frage lässt sich einfach beantworten.

Keine Pestizide und Spritzmittel

Bio-Produkte sind grundsätzlich als hochwertiger einzustufen als kommerzielle Produkte. Wer mit dem Bio-Gütesiegel ausgezeichnet ist, verzichtet auf den Einsatz von Pestiziden und anderen Spritzmitteln. Es dürfen nur spezielle Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Kommerzielle Produkte hingegen werden mit extremeren Mitteln gespritzt und bearbeitet. Dass dies Einfluss auf die Gesundheit hat, ist derzeit allerdings noch nicht erforscht. Dies liegt aber hauptsächlich daran, dass Langzeitstudien noch nicht durchgeführt wurden. Man geht davon aus, dass die Pestizide, die in kommerziellen Produkten 3-5-mal höher liegen als bei Bio-Produkten, aber doch eine Gefährdung für die Gesundheit darstellen. Dass Pestizide und Spritzmittel sich aber negativ auf die Umwelt und auch auf die Bienen auswirken, ist mittlerweile hinreichend belegt.

Bio ist nährstoffreicher

Wer Bio kauft, kauft auch meist nährstoffreicher. So bestätigten Studien, dass in Bio-Produkten im Durchschnitt 27,0% mehr Vitamin C, 21,1% mehr Eisen, 29,3% mehr Magnesium und 13,6% mehr Phosphor vorkommen. Außerdem enthalten Bio-Produkte 15,1% weniger Nitrate als ihre Vergleichsgruppe. Was außerdem relevant für gesundheitliche Bedenken ist, ist die Mehrbelastung durch antibiotikaresistente Bakterien. So belegen Studien, dass beim Kauf von Schweine- und Hühnerfleisch aus ökologischer Haltung die Konzentration dieser Bakterien verringert werden kann. Bio-Fleisch bedeutet also grundsätzlich, dass ein geringeres Risiko für etwaige Verunreinigungen durch Antibiotika gegeben ist. Definitiv ist zu sagen, dass auf Bio-Betrieben strengere Richtlinien zu befolgen sind. Nicht nur für das Futter der Tiere, sondern auch für die Haltung. Dies führt zwangsläufig zu einer hochwertigeren bzw. nachhaltigeren Art der Landwirtschaft.

Der Geschmack von Bio

Ein viel diskutiertes Thema ist außerdem, ob Bio-Lebensmittel besser schmecken als andere. So mag das für viele Menschen subjektiv so sein – viele Studien belegen aber keine eindeutige Zuordnung. So gibt es Studien, die feststellten, dass Bio-Produkte besser schmecken als kommerzielle. Andere Studien hingegen stellten genau das Gegenteil fest. So kann man hier keine einheitliche Meinung finden. Was jedoch definitiv zu sagen ist: Placebo spielt hier eine große Rolle. Wer auf sich achten möchte und bio kauft, stellt wahrscheinlich fest, dass es ihm besser schmeckt – auch wenn es vielleicht nur Einbildung ist. Das soll aber nicht davon abschrecken, Bio-Produkte als wertigeres Gut anzusehen – denn das ist definitiv so.

Bio und Umwelt

Ist Bio also ein Allheilmittel für das große Thema der Klimakrise? Leider nein. Bio gibt einen Hinweis darauf, unter welchen Umständen Produkte hergestellt werden. Diese sind in der gesamten EU einheitlich geregelt, werden regelmäßig kontrolliert und mit einem Gütesiegel gekennzeichnet. Daher steht Bio vor allem für Transparenz.

Eine Umstellung auf bio alleine ist aber nicht die Lösung aller Umweltprobleme. Beim Anbau von Bio-Lebensmitteln wird zwar weniger Chemie eingesetzt und Lebensmittel und Umwelt somit geschont, doch gibt es immer noch viele weitere Faktoren, die man nicht außer Acht lassen darf.

Wer auf die Umwelt achten möchte, sollte nicht nur einfach auf ein Bio-Siegel schauen. Nur ein Bio-Siegel reicht oft nicht, denn wenn Tomaten beispielsweise aus Chile kommen, jedoch ein Bio-Siegel auf der Verpackung haben, bedeutet es nicht, dass es besser für die Umwelt ist. So ist der ökologische Fußabdruck bei weiten Produktwegen immer noch immens. Hier gilt die Regel: Weniger ist mehr. So sollte man versuchen, möglichst regional und saisonal zu kaufen, vielleicht sogar direkt am Hof. Auch die Ernährungsweise, also ob man sich vegetarisch oder vegan ernährt, hat einen großen Einfluss auf den eigenen ökologischen Fußabdruck. Hier ein Vergleichswert: 1kg Rindfleisch verursacht 22kg Treibhausgase und verbraucht 15.400 Liter Wasser. Ein Mensch in Österreich isst durchschnittlich 60kg Fleisch pro Jahr. Das ist dann schon ein ganz schöner Brocken.

, also ob man sich vegetarisch oder vegan ernährt, hat einen großen Einfluss auf den eigenen ökologischen Fußabdruck. Hier ein Vergleichswert: 1kg Rindfleisch verursacht 22kg Treibhausgase und verbraucht 15.400 Liter Wasser. Ein Mensch in Österreich isst durchschnittlich 60kg Fleisch pro Jahr. Das ist dann schon ein ganz schöner Brocken.

Ein biologisches Fazit

Biologische und ökologische Lösungen sind durchaus sinnvoll. Man unterstützt mit dem Kauf von Bio-Produkten aus Österreich außerdem heimische Betriebe, die vielleicht am kommerziellen Markt gar nicht mehr überleben könnten. Bio gibt es nicht nur bei Obst, Gemüse und Fleisch – bio ist inzwischen allgegenwärtig.

Wir bei Verival stellen alle unsere Produkte biologisch her. Darauf sind wir stolz. Wer jetzt also genug von trockenen Fakten, Geschichte sowie Diskussionen hat, ist herzlich eingeladen auf unserer Website vorbeizuschauen. Wir lieben bio und vor allem Frühstück. Denn gerade bei der wichtigsten Mahlzeit des Tages sollte man darauf achten, was man zu sich nimmt. 😉