Hast du dich schon mal gefragt, wie Porridge (oder zu Deutsch: ganz einfach Haferbrei) es geschafft hat, vom einstigen „Arme-Leute-Essen“ zum Frühstückstrend Nummer 1 des 21. Jahrhunderts aufzusteigen?

Eine mögliche Begründung ist, dass immer mehr Menschen die Vorteile des warmen Frühstücks erkannt haben, und nun nicht mehr missen möchten. Aber warum ist warmes Frühstück eigentlich so gesund? Genau um diese Frage zu beantworten, haben wir die diplomierte Ernährungsberaterin nach traditionell chinesischer Medizin, Mag. Nina Mandl, befragt:

„Frühstücken wie ein Kaiser, mittags essen wie ein König und abends wie ein Bettler!“

Dieser Spruch zeigt, dass das Frühstück nicht nur in der Traditionellen Chinesischen Medizin (kurz TCM) als die wichtigste Mahlzeit des Tages gilt. Dass diese Mahlzeit um ein Vielfaches bekömmlicher ist und unserem Körper wesentlich mehr Energie liefert, wenn wir sie in Form von gekochten Speisen zu uns nehmen, ist eines der zentralen Themen in der 5 Elemente Ernährung (der Ernährungslehre nach der TCM).

Die TCM erklärt dies unter anderem mit der sogenannten Organzeituhr, die besagt, dass unser Magen und unsere Milz in den Morgenstunden – genauer zwischen 7 und 11 Uhr – am aktivsten sind, d.h. unsere Verdauungskraft vormittags am höchsten ist und wir in dieser Zeit Kohlehydrate am besten verdauen können.

Mehr Energie durch warmes Frühstück

Im Grunde ist es ganz logisch und einfach nachvollziehbar, dass wir unserem Körper die Arbeit stark erleichtern, wenn wir ihm durch den Kochprozess vorverarbeitete und bereits aufgewärmte Nahrung gönnen. Ob dieses warme Frühstück nun ein warmer Getreidebrei, wie etwa ein köstlicher Hafer-Porridge, eine Eierspeise oder eine Suppe ist, bleibt den persönlichen Vorlieben überlassen. Besteht das Frühstück hingegen aus kalter Milch mit Müsli, kühlendem Joghurt mit rohem Obst oder Brot mit beliebigem Belag, muss unser Körper sehr viel Energie zur Umwandlung aufwenden. Energie, die ihm in der Folge fehlt und zu einem energetischen „Durchhänger“ während des Tages oder auch zu Heißhunger-Attacken führen kann. Auf längere Sicht schwächt man dadurch seine Verdauungskraft und somit auch die Immunabwehr!

Lasst euch einige Tage auf das Experiment „warmes Frühstück“ ein und ihr werdet überrascht sein, um wieviel fitter und energiegeladener ihr euch fühlen werdet. Diejenigen unter euch, die bisher gar nicht frühstücken, werden besonders profitieren. Und wer nun Sorge hat, durch eine zusätzliche Mahlzeit am Tag an Gewicht zuzunehmen, den kann ich beruhigen, da eher das Gegenteil der Fall ist. Der Stoffwechsel reagiert nämlich äußerst positiv und mit verstärkter Aktivität auf eine regelmäßige Zufuhr leicht verdaulicher Speisen.

Wer nun gerne ein paar Inspirationen für sein warmes Frühstück hätte, findet diese zum Beispiel in Ninas Rezept-Blog.

Wem das nun aber fürs Erste zu aufwändig oder zu zeitintensiv erscheint, der kann sich ja mal durch die vielfältige Palette von Verival-Porridges kosten. Die können mit nur wenigen Handgriffen im Nu zubereitet werden. Verschiedene Möglichkeiten dafür, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Warmes Frühstück – nicht nur in der kalten Jahreszeit

In der 5 Elemente Ernährung geht man sehr stark auf die unterschiedlichen Jahreszeiten ein. Dementsprechend variieren die Empfehlungen je nach Temperatur und Witterung. Das warme Frühstück an sich hat allerdings das ganze Jahr Saison, Zutaten und Toppings richten sich dafür auch nach den äußeren Gegebenheiten. So kommen im Winter vermehrt wärmende Zutaten zum Einsatz, wie Hafer, Hafermilch und wärmende Gewürze, wie beispielsweise Zimt, Nelke oder Muskat. Während es im Sommer auch mal ein paar frische Beeren oder andere rohe Früchte sein dürfen, bevorzugt die TCM in der kalten Jahreszeit gekochtes Obst oder Gemüse.

Und da man kaum etwas über warmes Frühstück lesen kann, ohne über das „Wundergetreide“ Hafer zu stolpern, haben wir Nina gefragt, was ihn eigentlich zu dem Frühstückshelden macht, der er ist.

Superfood Hafer

Hafer ist ein wunderbares Getreide, er ist glutenarm (manche Züchtungen sind sogar komplett glutenfrei) und dafür besonders reich an wichtigen Vitalstoffen und Vitaminen. Aus TCM-Sicht ist Hafer das Getreide, das am stärksten unser Yang tonisiert, sprich am stärksten Wärme im Körper erzeugt. Daher eignet er sich besonders gut für die nass-kalte Jahreszeit. Hafer hat einen süßlich-bitteren Geschmack und wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dem Metall-Element zugeordnet. Das bedeutet, dass es in erster Linie die beiden Organe Lunge und Dickdarm positiv beeinflusst.

Hafer ist enorm Qi-stärkend und wirkt, wie gesagt, besonders tonisiert auf die Lunge, aber auch auf die Niere. Zudem wirkt er positiv auf den Magen und den gesamten Verdauungstrakt.

Für manche Konstitutionstypen oder in manchen Lebensphasen (zum Beispiel, wenn Kinder gerade einen Wachstumsschub haben oder zahnen) – wenn also gerade das Yang (die Hitze) überwiegt, kann der Hafer tendenziell zu stark erwärmend wirken und unruhig machen. (Dann „sticht“ einen sprichwörtlich der Hafer.) In diesem Fall kann man durch die Zubereitung mit einer eher kühlenden Getreidemilch, wie Reis- oder Soja-Milch, einen guten Ausgleich erzielen.

Wir lernen also, dass laut TCM die menschliche Verdauung am Vormittag am aktivsten ist und außerdem vorgekochte und aufgewärmte Nahrung leichter verarbeiten kann. Somit bleibt mehr Energie für Arbeit, Sport, Uni, Schule und so weiter. Dass warmes Frühstück nicht zwingend mehr (Zeit-)Aufwand bedeutet, zeigen die Verival Porridges, die in weniger als 5 Minuten fertig zum Genuss sind. Die Basis für diese Porridges ist übrigens Hafer – das Wundergetreide, das aus TCM-Sicht in vielerlei Hinsicht positiv auf den menschlichen Körper wirkt. Vielen Dank, liebe Nina!

 

Mag. Nina Mandl ist diplomierte Ernährungsberaterin nach der traditionellen chinesischen Medizin und Mama zweier Buben. Neben persönlicher Beratung bietet sie regelmäßig Koch-Kurse und Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten an.

ninamandl.at